Bericht: Wanderung um Bad Grund in kleiner Runde
(Fotos zur Seite wischen, um alle zu betrachten!)
Am gestrigen Sonntag, 31.08.2025, machte sich eine kleine Gruppe aus Hannover erneut in Richtung Harz auf, um bei einer sommerlichen Wanderung ein paar Stempel der Harzer Wandernadel zu sammeln.
Ausgangspunkt war der Parkplatz des WeltWald Harz. Dies war auch das erste Highlight auf der Strecke, es ging vorbei an vielen verschiedenen Bäumen und Sträuchern aus allen Ländern der Erde. Die Mammutbäume waren schon beeindruckend, wenn auch nicht so groß wie ihre Verwandten in Amerika.
Im Anschluss führte die Strecke rund um Königsberg hinab nach Bad Grund, bevor es auf der anderen Seite des Tals wieder in die einsamere Landschaft des Westharzes ging. Trotz des gute Wetters, Sonne und angenehmen 20 Grad, begegnete die Gruppe kaum anderen Wanderern. Die vielen wilden Brombeeren am Wegesrand wurden fleißig als kleiner Snack gesammelt. Nach längeren Aufstiegen führte die Tour zum Steinthaler Berg und dem daneben liegenden Oberen Hahnebalzer Teich. Die dortige Stempelstelle bot mit der benachbarten Bank einen idealen Platz für eine kurze Pause, mit Blick auf den Teich und den in ihm lebenden Fischen, welche sich bis ans seichte Ufer wagten.
Über einsame Waldwege ging es langsam zurück Richtung Bad Grund. Als letztes Highlight war, eigentlich, der Iberger Albertturm geplant. Nach einem letzten Anstieg auf den Iberg wurde das Wanderer-Trio jedoch enttäuscht, die Küche in der Gaststätte am Fuße des Turms hatte schon geschlossen. Nach der Turmbesteigung und der grandiosen Aussicht vom selbigen belohnten sich die Drei mit einem Eis, bevor es auf den letzten Kilometer zurück zum Auto gehen sollte.
Unterwegs führte der Weg jedoch zunächst an mehreren sogenannten "Gletschertöpfen" vorbei, ehmaligen Einstiegen die unterirdische Stollen. Langsam wurde der Gruppe bewusst, wieso Bad Grund noch den Zusatz Bergstadt trägt und welche industrielle Vergangenheit hier mitten im Wald langsam in Vergessenheit gerät. Mit gebührendem Abstand wurde der eine oder andere Blick in die schwarzen Löcher gewagt, bevor es weiterging. Endlang des Weges tat sich plötzlich ein großer Krater auf, welcher sich nach etwas genauerer Untersuchung als Tagebau des Kalkwerkberg Winterberg herausstellte. Auch hier wurde ein vorsichtiger Blick über den Klippenrand geworfen und die weitläufigen Dimensionen bestaunt.
Kurz vor dem Parkplatz wurde spontan noch der Hübichstein bestiegen, auf dessen Spitze ein eiserner Adler tront, welcher von der Harzhochstraße oftmals beim Vorbeifahren schon bewundert wurde.
Wiedereinmal war es eine empfehlenswerte Tour, mit knapp 24 km Länge, 550 Höhenmetern und 5 Stempeln der HWN.