Sport-Wochenende in St. Andreasberg / Harz 2025
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Wie in den vielen Jahren zuvor kam wieder eine große Gruppe im Jangstel Inn in St. Andreasberg zusammen. Dieses Jahr waren es 64 Personen, davon allein 42 Mitglieder des SSC Hannover, die in den Harz anreisten.
Die Hauptanreise erfolgte am Donnerstag bei recht gutem Wetter. Nicht all zu kalt, trocken und teils sonnig wurde die Gruppe empfangen. Durch die Zeitumstellung kamen die meisten allerdings, anders als in den letzten Jahren, im Dunkeln an. Nach dem Abendessen wurde mit Kuchen und kühlen Getränken der 3. Vereinsgeburtstag gefeiert, die Siegerehrung vom vereinsinternen Stadtradeln-Wettbewerb durchgeführt und ein wenig über Vergangenes und Zukünftiges im Verein gesprochen. Lange konnten die meisten allerdings nicht sitzen bleiben, die hauseigene Sporthalle lockte, einige zog es auch direkt in das Schwimmbad. Andere wiederum fingen direkt mit Gesellschaftsspielen an, die bekanntlich bis tief in die Nacht gingen.
Am Freitag nachdem Frühstück traf man sich erneut im großen Kreis, um die anstehenden Tagestouren vorzustellen und Wanderungen zu besprechen. Der Sonnenschein draußen lockte die Mehrheit der Teilnehmenden ins Freie. In kleinere Gruppen aufgeteilt gab es mehrere Ziele: den Wurmberg, die Sommerrodelbahn in St. Andreasberg, eine Wanderung von Trautenstein über den Carlshausturm bis Sophienhof, das Rehberger Grabenhaus und weitere kürzere Touren, auf denen Stempel der Harzer Wandernadel (HWN) gesammelt wurden. Teils starteten die Wanderungen direkt an der Unterkunft, zu anderen wiederum ging es zunächst mit PKWs zum Startpunkt. Während ein Teil der Gruppen eine Einkehrmöglichkeit fest mit eingeplant hatten, war bei anderen Gruppen der Weg das Ziel und bis auf ein Eis aus Ziegenmilch gab es nur Verpflegung aus dem Rucksack. Unterwegs gab es immer wieder sportliche Herausforderungen auf den Wanderungen,es galt ziemlich instabile Holzstege oder einen gut gefüllten Graben zu überwinden. Von den Gleisen der Harzer Schmalspurbahn ganz zu schweigen. Die Strapazen wurden aber belohnt, mit herrlichen Ausblicken. Das gute Wetter verwöhnte zudem die Teilnehmenden, sodass erst zum Abendessen alle wieder zurückgekehrt waren.
Die ersten hatten jedoch bereits am frühen Nachmittag die Gunst der Stunde genutzt und die Ruhe in der Sporthalle ausgenutzt. Dies änderte sich, nachdem nun auch alle Nachzügler angereist waren, und es gab auf den Ersatzbänken lange Schlangen. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde eine Art Belegungsplan erstellt und die geplanten Sportspiele festgelegt. Nach und nach zog es im Laufe des Abends immer mehr zurück in die Gruppenräume, um vom körperlichen Sport zum Denksport zu wechseln. Auch diesmal wurde erst spät nachts das Licht gelöscht. Ein nächtlicher Blick aus dem Fenster offenbarte den wenigen, die noch wach waren, eine gar gespenstische Atmosphäre, das Gelände wurde zunehmend in dichten Dunst / Nebel gehaucht.
Am Samstag hatte der Wetterbericht nun Niederschlag vorhergesagt. Einige nutzten die trockenen Phasen morgens direkt aus und starteten direkt zu kurzen, schnellen Wanderungen. Andere wiederum zogen sich wetterfest an und trotzen dem gegen Mittag einsetzendem Regen. Knapp die Hälfte hatte sich entschieden, direkt mit Sport zu beginnen, sodass die Sporthalle direkt nach dem Frühstück gut belegt war.
In diesem Jahr konnten die Teilnehmenden erstmal die vereinseigenen Sportgeräte nutzen. Anfang Oktober hatte der Vorstand die meisten und wichtigsten Sportgeräte angeschafft, welche auf dem Wochenende ausgiebigen Praxistests durchliefen und von allen für gut befunden wurden. Die nächsten Ideen für weitere Anschaffungen sind bereits notiert. Im Laufe des Samstags wurden über 10 verschiedene Sportarten in der Sporthalle gespielt, u.a. Bouncer, Basketball, Brettball, Mattenball, Plastikhockey, Tischtennis, Ultimate Frisbee, Völkerball, Volleyball und Zombieball. Ganz neu in diesem Jahr waren neben Spikeball auch ein Tanzkurs zu Standard-Latein und Line-Dance, welcher das Interesse von auch eher Tanzunerfahrenden weckte und dennoch allen Teilnehmenden viel Spaß machte. Im Schwimmbad wurde zudem auch etliche Stunden lang Wasserball gespielt und im Keller waren vor allem abends die Tischkicker, die Tischtennisplatte und ganz neu der Flipper-Automat auch gut ausgelastet.
Während sich einige nach den Wanderungen noch sportlich betätigten, zog es andere in die Gruppenräume, um dort ins teils großer Runde die zahlreich mitgebrachten Gesellschafts- und Kartenspiele zu spielen. In entspannten und geselligen Gruppen vergingen die Abende meist ziemlich schnell, was auch einer der Gründe scheinen mag, dass viele meist deutlich nach Mitternacht erst ins Bett gingen. Kurz nach Mitternacht kamen erneut alle zusammen, zumindest die die noch wach waren, und gratulierten in wilden Gesängen einer Teilnehmerin zum Geburtstag.
Tagsüber war der Gruppenraum oft fest im Griff der beiden jüngsten Teilnehmden. Zwei Vereinsmitglieder waren mit Kind und Kegel angereist, sodass das Wochenende eine ganz neue Zielgruppe erreichte. Die ersten sportlichen Aktivitäten in der Sporthalle wurden natürlich auch schon ausprobiert, auch wenn es noch ein paar Jahre dauern wird, bis man gemeinsam Sport machen kann.
Am Sonntag waren alle Nebelfelder und Wolken verzogen und kleinere Gruppen nutzten das nun gute Wetter und die tolle Sicht noch für eine letzte Wanderung, bevor sie die Heimreise antraten. Ein kleinere Gruppe blieb noch länger und nutzte die Sporthalle ein letztes Mal aus, ehe sie auf dem Rückweg unterwegs noch einkehrten und das Wochenende ausklingen liessen. Der Hauptteil der Teilnehmenden brach aber direkt nach dem Frühstück Richtung Hannover auf, die Müdigkeit und Erschöpfung der letzten Tage steckten wohl nicht wenigen in den Knochen.
Zusammenfassend lässt sich (wieder) festhalten, dass es ein sehr sportliches Wochenende war. Neben vielen vielen Wander-Kilometern, die gesamte Gruppe kommt auf über 1.000 km in den 4 Tagen, war auch die Sporthalle fast durchgehend belegt. Für das Wochenende im nächsten Jahr (30.10. - 02.11.2026) ist das Jangstel-Inn schon wieder fest gebucht und die Vorfreude bereits jetzt groß.